Schon ein Jahr vorbei
Vor einem Jahr habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben. Und jetzt, ein Jahr später, ist das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege(FJD) vorbei. In meinem ersten Blogeintrag habe ich geschrieben, dass ich sicherlich viele Bereiche der Museumsarbeit kennenlernen werde. Und am Ende des Jahres kann ich sagen: Das war definitiv der Fall. Unter anderem konnte ich die aktuelle Sonderausstellung „Macherland. Wo Industrie Geschichte schreibt“ mitkonzipieren. Ich konnte eigene Ideen einbringen, Recherchen durchführen und meine Meinung zu Vorschlägen anderer sagen. Dieses Vertrauen hat mich wirklich geehrt. Neben dem reinen Entwickeln hat das Museum natürlich noch viele andere Bereiche, die ich aktiv erleben durfte. Unter anderem habe ich den Haustechnikern des öfteren ausgeholfen. Dabei fand ich besonders die Dienstfahrten interessant, auf denen wir durch Orte gefahren sind, die ich sonst vielleicht nie gesehen hätte. Einmal haben wir einen großen Webstuhl in einem kleinen Museum abgebaut, transportiert und dann im Sauerland-Museum wieder aufgebaut. Das war ein wirklich interessanter Tag.
Den Marketingbereich habe ich ebenfalls schätzen gelernt. Häufig habe ich hier Briefe verschickt oder hatte Kontakt mit externen Firmen. Ich habe das Pressearchiv gepflegt, Blogbeiträge verfasst und Archive besucht. Die Liste der spannenden Aufgaben ist wahnsinnig lang.
Eine der interessantesten Aufgaben habe ich noch gar nicht erwähnt, die Vermittlungsarbeit. Schon in der Schule haben mir Präsentationen Spaß gemacht. Im Museum habe ich als Guide Kindergeburtstagsgruppen oder Schulklassen betreut. Ich habe interaktiv Wissen vermittelt und hin und wieder selbst ein bisschen improvisiert. Das unterscheidet sich gar nicht so stark von einer Präsentation. Die glücklichen Kinder am Ende eines Programms haben auch mich glücklich gemacht.
In meinem ersten Blogbeitrag hatte ich mir die Frage gestellt, ob ein Geschichtsstudium für mich in Frage kommt. Nun weiß ich, ein Geschichtsstudium wird es nicht, dafür aber ein Erziehungswissenschaftsstudium. Mich interessiert einfach der Umgang von Menschen untereinander. Ich möchte aktiv helfen, Menschen zusammenzubringen, besonders in einer Zeit, in der ich das Gefühl habe, dass wir uns alle immer weiter voneinander wegbewegen und die Gemeinschaft weniger stark im Vordergrund steht.
Ein riesen Dank geht an alle meine Kollegen im Sauerland-Museum. Egal mit wem ich gesprochen habe, wen ich um Hilfe gebeten habe und wem ich geholfen habe. Alle waren ausnahmslos immer nett und hilfsbereit. Vielen Dank für alles! Die Erinnerungen werden immer ein Teil von mir sein, denn ich habe die Zeit hier wirklich genossen 🫶
