Von Schnee und Kälte

Wäre an diesen verschneiten Tagen eine Eröffnung unserer Eiszeit-Ausstellung möglich gewesen, hätten wir uns darüber ganz besonders gefreut. Das Wetter macht Lust, sich mit dem Phänomen der Eiszeiten zu befassen.

Wenn man sich im Moment draußen aufhält, merkt man an sich selbst, wie sehr die Temperatur eine Lebenswelt beeinflussen kann. Bei einem Schneespaziergang durch den Wald kann man den Wunsch eines Neandertalers nach einem wolligen Tierfell gleich viel besser verstehen. Doch sich die Neandertaler bei einem Spaziergang durch die Wälder des Sauerlands vorzustellen, wäre falsch, denn Wald gab es in der Eiszeit hier gar nicht. Unter den Bedingungen der Eiszeiten wuchsen kaum Bäume. Die Schneedecke dagegen gibt eine typische bildliche Vorstellung vom Sauerland in der Eiszeit.

Vielleicht hätten einige Besucher große Sympathien für das Verhalten des Höhlenbären gezeigt, der sich in der kalten Jahreszeit tief in die Höhle verzieht und die meiste Zeit schläft. Anderen Besuchern macht die Kälte wenig aus und sie sehen im Eisfuchs, der noch bei minus 70°C überleben kann, ihr Vorbild. Doch auf ein heißes Getränk im Museumscafé hätten sich wahrscheinlich alle verständigen können.

Unabhängig vom Wetter hoffen wir bald wieder Besucher in unseren Ausstellungen begrüßen zu können.

Winterlandschaft in Berlar (Gemeinde Bestwig)

Großes Beitragsbild: Winterberg im Schnee // Fotos Sabine Nürnberger

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