Volontärin trifft: Das Depot

Heute möchte ich Ihnen einen Einblick in meinen aktuellen Aufgabenbereich geben. Seit vier Wochen beschäftige ich mich mit dem Depot und dem Inventarisieren von Objekten. Zu den originären Aufgaben eines Museums gehören nämlich nicht nur das Ausstellen und Vermitteln, sondern auch das Sammeln, Bewahren und Forschen.

Das Depot ist einer der wichtigsten Bereiche in einem Museum. Es ist das wohltemperierte Zuhause von allen Exponaten, die ein Museum besitzt, und genauso wie das Archiv ein Ort zur Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses. Je nach Sammlungsschwerpunkt des Museums fällt es mal größer oder kleiner aus. Das Depot muss ständig gepflegt werden. Mit Pflege meine ich zum einen das Reinigen, aber auch die Bestandspflege. Jedes Objekt, welches Eingang in die Sammlung findet, wird inventarisiert und dann fachgerecht und alterungsbeständig eingelagert.

Neben der Einlagerung und Aufnahme in das Museumsinventar – der Inventarisierung – kümmere ich mich in Absprache mit der Museumsleitung noch um die Digitalisierung. Konkret heißt das: Fotos machen, Angaben zum Objekt zusammen mit den Fotos in die Datenbank einpflegen und alles möglichst eindeutig und sachgerecht verschlagworten. Viele Objekte sind bereits erfasst, aber durch die Neukonzeption der Dauerausstellung konnte das Museumsteam sich zeitweise nicht in dem notwendigen Umfang um Inventarisierung, Digitalisierung und Provenienz (die Erforschung der Herkunft eines Objektes) kümmern. Jetzt kann diese Arbeit fortgeführt werden.

Bei der anschließenden Objektrecherche, also der Nutzung der Datenbank, bekommen wir dann alle relevanten Informationen zu dem Objekt angezeigt, die zuvor eingegeben worden sind. Das ist besonders hilfreich für die Beantwortung von Leih- und Bildanfragen. Außerdem findet man auf einen Blick alle Objekte zu einem bestimmten Thema; sodass man sehr schnell überblicken kann, welche Exponate für eine Ausstellung zur Verfügung stehen.

Einlagerung von Dokumenten in einer Sicherheitskiste mit doppelten Wänden und Schlössern. Natürlich ist die Kiste auch klimaresistent.

Die Exponate werden in säurefreien Kartons gelagert und von außen mit den Inventarnummern beschriftet. Über die Datenbank sind die Nummern eindeutig den Exponaten zuordbar. Bei der Arbeit müssen Museumshandschuhe getragen werden.                             Beitragsbild oben: Eine Skizze von dem Maler Engelbert Seibertz. Seibertz-Objekte bilden einen Sammlungsschwerpunkt im Sauerland-Museum.

 

 

 

 

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