Der Hang ist gesichert, der zweite Bauabschnitt hat begonnen

Die Wand steht. Der Hang unter dem Landsberger Hof ist nun dauerhaft gesichert. Die Arbeiten an der großen Spritzbetonwand sind abgeschlossen, damit ist der erste Bauabschnitt beendet.

Über viele Wochen wurde gegraben, abgebrochen, gesägt, gebohrt, gestemmt und gespritzt. Wie man sehr schön auf dem Bild (unten) sieht, haben die Mitarbeiter der sauerländischen Firma Feldhaus die Stützbetonwand nach Rücksprache mit dem Planer  in vier übereinander liegenden Abschnitten erstellt. Dabei haben sie sich mithilfe einer Hebebühne von oben nach unten gearbeitet.

Vier Abschnitte Spritzbeton wurden gespritzt

Die Arbeiten haben sich gelohnt. In Zahlen gesprochen bedeutet das: 200 Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von 1,5 km wurden bis zu 15 m tief in den Fels gebohrt, rund 500 Tonnen Beton gespritzt und 850 m² Betonstahlmatten eingebaut. Um das nach Niederschlägen im Hang anfallende Schichtenwasser zu fassen und abzuleiten, wurden hinter der Spritzbetonwand über 300 m vertikale Dränleitungen eingebaut. Die Gesamttragkraft der eingebohrten Mikropfähle  beträgt  8.570 Tonnen.

Das alles zusammen hält den aus Fels und darüber liegendem Boden bestehenden Hang, auf dem der Landsberger Hof steht. Das Erstellen der großen Spritzbetonwand war zur statischen Absicherung nötig, um den Museumsneubau auf dem Niveau der Ruhrstraße errichten zu können. Damit ist der erste große Bauschritt abgeschlossen. Für den Hochsauerlandkreis ganz wunderbar: Hier hat es keine Überraschungen gegeben. Alles lief „glatt“ und wie geplant.

Als Nächstes können die Fundamente für den Neubau hergestellt werden. Im Moment finden Tiefbauarbeiten statt. Die Grundleitungen werden verlegt und die Vertikaldränagen zur Ableitung anfallenden Schichtenwassers an eine Sammelleitung angeschlossen.

Besonders erfreulich ist, dass die Stadt Arnsberg das Außenkonzept des Hochsauerlandkreises aufnimmt und jenseits der Ruhrstraße fortführt. Damit alles aus einem Guss ist, hat die Stadt sogar den vom Hochsauerlandkreis beauftragten Landschaftsplaner engangiert. Für Museumsgäste, Touristen und alle Arnsberger stellt das eine große Bereicherung dar. Demnächst kann man wunderbar vom Museum am Alten Markt über die Englische Promenade „durch“ die Museumsanlage flanieren, dann die Ruhrstraße überqueren und am Ufer Fluss und Landschaft genießen. Oder anders herum: Eine entspannte Pause auf den Ruhrterrassen, dann leicht ansteigend über den Skulpturenweg (Englische Promenade) durch das kleine Stadttor „Kaiserspförtchen“  in die Gute Stube Arnsbergs mit dem neuen Sauerland-Museum.

Die neu angelegten Ruhrterrassen kurz vor der Fertigstellung

Hier die Arbeiten an der Stützwand in einem kleinen Bildrückblick:

Zugprüfung eines Mikropfahles

500 Tonnen Beton halten den Hang

850 m² Betonstahlmatten wurden verarbeitet

Arbeiten an der Spritzbetonwand

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