Der Countdown läuft – Nur noch 16 Tage

Jetzt sind es nur noch 16 Tage bis zur Eröffnung und alle Museumsmitarbeiter, Handwerker und Einrichter arbeiten unter Hochdruck. Zum Bloggen bleibt keine Zeit. Zu viel wollen wir Ihnen jetzt auch noch nicht verraten, aber einen kleinen Vorgeschmack auf das Neue möchten wir Ihnen doch schon gerne geben. Hier ein paar erste Eindrücke:

Ritter, Mönch und Steinzeitmensch

Liebe Kinder, ab dem 18. September könnt ihr wieder eure Geburtstage bei uns feiern. Wir haben einige Highlights für euch, zum Beispiel eine begehbare Höhle, ein Steinzeitzelt aus echtem Tierfell, in das ihr hineinkriechen könnt, rekonstruierte Schädel von Neandertalern und vieles mehr. Auch die Ritterzeit und das mittelalterliche Mönchsleben bieten Spannendes. Lasst euch einfach überraschen. Wenn ihr bei uns…

Was für Farben!

Heute schließt der Maler seine Arbeit in den Ausstellungsräumen ab. Er hinterlässt eine bunte Farbpalette: Rot für die klösterliche Schatzkammer, Blau für die Preußen und Rosé für die Kurfürsten. Das Farbkonzept für die Ausstellungsräume entstammt der Kreativität des Ausstellungsgestalters Dr. Ulrich Hermanns aus dem Büro Ausstellung Medien Transfer GmbH in Münster. Dr. Hermanns und sein Team…

Die kurkölnische Fahnenspitze ist neu im Sammlungsbestand

Auf dem Bild sehen Sie eine Fahnenspitze. Sie stammt aus der Herrschaftszeit des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Joseph Clemens. Die Vorderseite zieren die Mutter Gottes mit dem Jesuskind, der Erzengel Michael und das kurkölnische Wappen. Umrahmt wird die bildliche Gestaltung von der Inschrift: Wenn sich Krieg gegen mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn. Der Heilige…

Sauerland-Museum zeigt moderne Höhlenmalerei

Über den Nachbau einer begehbaren Steinzeithöhle hatte ich schon berichtet. Nun ist auch die zweite Etappe geschafft: die szenische Gestaltung der Höhle. René Büttner und Michael Schmidt, zwei Künstler aus Erfurt, waren eine Woche auf der Baustelle, um der Höhle mit dem Pinsel den letzten Schliff zu geben. Spannend ist es geworden. Die beiden Kreativen…

Schatzkammer birgt sakrale Kunst

Das Sauerland-Museum hat künftig eine Schatzkammer. Wer die „Kammer“ betritt, trifft auf sakrale Kunst, die den Reichtum der Klöster im ehemaligen Herzogtum Westfalen spiegelt. Klöster waren im Mittelalter nicht nur Orte des geistlichen Lebens, sondern auch Bildungszentren. Lange Zeit waren elementare Techniken wie Lesen und Schreiben nur in den Klöstern verbreitet. Die Mönche schrieben in…

Ein Kloster, eine Geschichte – 17 Klöster, 17 Geschichten

Das Kloster Wedinghausen in Arnsberg war ursprünglich ein Sühnekloster. Graf Heinrich I. stiftete es 1170, um damit den durch ihn verschuldeten Tod seines jüngeren Bruders Friedrich wiedergutzumachen. Nach dem Tod Friedrichs hatten der Sachsenherzog Heinrich der Löwe, Erzbischof Rainald von Dassel und die Bischöfe von Paderborn, Minden und Münster die Arnsberger Burg zerstört. Sie rächten…

Urkunde über den Verkauf der Grafschaft Arnsberg

Im Jahr 1368 verkaufte Graf Gottfried IV. die Grafschaft Arnsberg an den Erzbischof von Köln. Am 25. August unterzeichnete er die Urkunde. Amtlich wird das Verkaufsdokument durch 15 Siegel, unter anderem von Graf Gottfried selbst, seiner Ehefrau Anna von Kleve sowie von den fünf Städten Arnsberg, Neheim, Hirschberg, Eversberg und Grevenstein. Ursprünglich gab es zwei…

Nepomuk ist bereit für die „Schatzkammer“

Wieder kommt ein Exponat aus der Werkstatt eines Restaurators zurück. Diesmal ist es der Heilige Nepomuk: Märtyrer, Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses. Johannes Nepomuk stammt aus dem böhmischen Pomuk. Als junger Mann studierte er Kirchenrecht an der Prager Universität. Später war er Priester am Prager Dom und Generalvikar des Prager Erzbischofs. Am 20. März 1393…

„Unter die Lupe genommen“

Regionalmuseen, Stadt- und Landesmuseen präsentieren an erster Stelle ihre eigene Geschichte. Das ist auch ihre Aufgabe. Wie gut diese Präsentation ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Exponatbestand, Ausstellungsgestaltung und -budget, Räumlichkeiten u. v. m. Unsere Dauerausstellung war schon lange in die Jahre gekommen. Sie glich in einigen Räumen eher einer Sammlung als einer Ausstellung. Höchste…

Regionale Geschichte ist europäische Geschichte (Teil 1)

Wozu brauchen wir das Regionalmuseum? Es gibt so viele moderne, gut besuchte Museen in großen Städten! Warum bündeln wir die Geschichte nicht dort? Solche Fragen und Bemerkungen hört man oft. Antworten und Reaktionen darauf lauten meistens: Regionalmuseen schaffen Identifikation. Sie erklären Touristen die Urlaubsregion, bringen den Bürgern, auch jungen Menschen, ihre Heimat näher. Alles richtig.…

Hessische Soldaten in neuer Ausstellung

Nach und nach trudeln die Exponate für die neue Dauerausstellung ein. Auch zwei hessische Soldaten. Ihre Uniformen stammen aus der Frankfurter Werkstatt von Klaus Schäfer-Wilkens. Er ist Mitglied in der „Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte“. Als Historiendarsteller hält er das Hessische Leibgarderegiment lebendig. Der Offizier und der Soldat sind um die 1,70 m groß…

Der Kleinschnittger – Ein Schmuckstück für’s Foyer

Er war der Traum eines jeden Autofahrers, der Kleinschnittger. Sechs stattliche PS, Höchst-geschwindigkeit 70 km/h, ein Einzylinder mit 122 Kubikzentimetern Hubraum, Dreiganggetriebe. Ob in Creme mit schwarzen Ledersitzen oder in Rot mit hellen Sitzen, ob mit geschlossenem Verdeck oder gar ohne, der Kleinschnittger war immer einen Blick wert. Zwischen 1949 und 1957 wurde der „Volkswagen aus…

Die Neandertaler ziehen ein

Kaum rollen die Bagger an, ziehen schon die ersten Besucher ein. Sie sind ein raues Klima gewohnt, brauchen keine Heizung, kein elektrisches Licht und schlafen nicht in Betten. Verwöhnt sind sie wahrhaftig nicht, die Neandertaler. Am 13. Dezember machen sie sich auf den Weg von Berlin nach Arnsberg: die hochschwangere junge Frau mit dem stolzen…

Meißner Jagdpokal wird für Ausstellung „aufgehübscht“

In der Frühzeit jagte man ausschließlich, um sich Nahrung zu beschaffen. Die Jagd war damit eine reine Überlebensstrategie. Im Laufe der Zeit wandelte ihre Funktion sich mehr und mehr. Jagdtechniken wurden immer ausgefeilter. Im Barock schließlich gelangte die Jagd zur vollen Blüte. Zwar war die Versorgung der Hofküche weiter ein Motiv, viel mehr Bedeutung erlangte aber der gesellschaftliche Aspekt. Das Jagen diente dem Vergnügen und Zeitvertreib des Landesherrn und einer adeligen Gesellschaftsschicht. Es war ein Statussymbol. Ein ganz besonderer Freund der hohen Jagd war Kurfürst Clemens August. Seine Leidenschaft galt der Parforcejagd. Das ist eine Hetzjagd, die mit langen und…